Meisterschaftsordnung - Qualifikation

Der Seglerrat hat einige Änderungen in den Ordnungsvorschriften Regattasegeln beschlossen.

Die wohl entscheidendste Änderung in MO 8 ist allerdings nur sehr schwer in ihrer Konsequenz verständlich, weshalb hier ein paar Erläuterungen notwendig sind

Hier der Text
B8 Meldungen

8.1 Meldeberechtigt für DM/ IDM sind:
Kommentar
8.1.1 Steuerleute, die in der Aktuellen Rangliste ihrer Klasse mit mindestens 25 Ranglistenpunkten aus 9 Wertungen geführt werden. Übersteigt die Zahl der qualifizierten Meldungen die Höchstteilnehmerzahl, so entscheidet die Reihenfolge in der Aktuellen Rangliste Ausländische Staatsangehörige, die seit mindestens 12 Monaten ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben und Mitglied in einem DSV-Verbandsverein sind, sind hinsichtlich der Qualifikation und Startberechtigung bei national und international ausgeschriebenen Meisterschaften deutschen Staatsangehörigen gleich gestellt. Das ist die bisherige Regelung, die aber durch 8.1.6 in Verbindung evtl. mit 8.1.7 völlig außer Kraft gesetzt werden kann, wenn es die Klasse will.
8.1.2 Steuerleute, die Leistungspassinhaber anderer Klassen sind.
8.1.3 Steuerleute, die Deutsche/r oder Internationale/r Deutsche/r Meister/Meisterin, -Jugendmeister/in und/oder Deutsche/r Juniorenmeister/in des Vorjahres sind.
8.1.4 bei international ausgeschriebenen Deutschen Meisterschaften Segler anderer nationaler Verbände entsprechend einer zwischen der Klassenvereinigung und dem durchführenden Verein abzusprechenden Anzahl. Der Ausrichter hat mindestens 70 % der Höchstteilnehmerzahl aus den unter 8.1.1. Meldeberechtigten vorrangig bei der Zulassung zu berücksichtigen. Die verbleibenden Plätze können mit den unter 8.1.2., 8.1.3. und 8.1.4. Meldeberechtigten aufgefüllt werden. Im Sinne dieser Bestimmung gelten auch Deutsche als ausländische Segler, die ihren ständigen Wohnsitz im Ausland haben und Mitglied eines Vereines dieses Landes sind.
8.1.5 Die betreffende Klassenvereinigung darf bis zu zwei "Wildcards" vergeben, die zur Teilnahme an der Meisterschaft berechtigen. Die auf diese Weise erlangte Startberechtigung wird nicht auf die Mindest- und Höchstteilnehmerzahl und angerechnet. Der Antrag für eine Wildcard muss schriftlich bis zum Meldeschluss der Klassenvereinigung vorliegen.
8.1.6 Eine Klassenvereinigung kann festlegen, dass die Ziffern 8.1.1 bis 8.1.5 für DM/IDM dieser Klasse nicht angewendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass sie dies dem Deutschen Segler-Verband bis zum 31.01. [im Jahr 2014 bis zum 31.03] eines Jahres in Textform mitteilt. Durch diese Regelung hat die Klasse die Möglichkeit, dem Verein, die ganze Überprüfung der Meldeberechtigung zu ersparen und Teilnehmer mitsegeln zu lassen, die aus welchen Gründen auch immer (Umstieg, ausgefallene Regatta, etc.) nicht in der Rangliste sind.
8.1.7 Verfährt eine Klassenvereinigung nach 8.1.6 und ist gemäß 6.3 eine Höchstteilnehmerzahl festlegt, hat der durchführende Verein 80% dieser Teilnehmerplätze vorrangig an Steuerleute nach der Aktuellen Rangliste zu vergeben. Die Vergabe der verbleibenden Plätze ist nach Abstimmung mit der Klassenvereinigung in der Ausschreibung festzulegen (z. B. Ausländische Teilnehmer, Vorschoter der Klasse, Mannschaft des Gastgebervereins, Meldungseingang). Diese Regel gibt der Klasse mehr Freiheit als in 8.1.1 bis 8.1.5 fixiert, wenn sie, was ja bei den meisten Klassen nicht notwendig ist, eine Höchstteilnehmerzahl festlegt.
8.2 Jeder, einem deutschen Verein angehörende Teilnehmer, muss sich über die Internetseite des Deutschen Segler-Verbandes registriert haben. Falls ein Teilnehmer mit der Veröffentlichung über die DSV-Webseite nicht einverstanden ist, kann er die nicht-öffentliche Registrierung gegen eine Gebühr in Höhe von 10,-- Euro beim DSV beantragen. Wie bisher
8.3 Der durchführende Verein muss der DSV Geschäftsstelle am Tag nach dem Meldeschluss eine Teilnehmerliste bei Meldeschluss schriftlich zukommen lassen
8.4 Der DSV ist berechtigt, nach Meldeschluss die eingegangenen Meldungen beim durchführenden Verein zu überprüfen.
8.5 Für die Meldung gilt das Datum des Eingangs der Meldung bei der Meldestelle.
8.6 Nachmeldungen dürfen nur angenommen werden, wenn die Mindestteilnehmerzahl bei Meldeschluss erreicht ist.